Autor: M. Rösner
Bearbeitet durch: C.Lehmann

Wählt man im Stadtgebiet von Warstein über den Festnetzanschluss die Notrufnummer 112, läuft der Notruf automatisch bei der Leitstelle für den Rettungsdienst und die Feuerwehren im Soester Rettungszentrum auf. Beim Notruf über ein Mobiltelefon kann es passieren, dass man bei einer anderen Leitstelle ankommt - je nachdem in welcher Mobilfunkzelle man sich befindet. So kann zum Beispiel in manchen Bereichen von Hirschberg oder auf dem Stimm-Stamm vorkommen, dass man in der Leitstelle des Hochsauerlandkreises anruft. Jetzt sollte man aber nicht wieder auflegen, denn die Leitstellenmitarbeiter nehmen jeden Notruf entgegen und leiten, wenn nötig, diesen zur richtigen Leitstelle weiter - ohne größere Verzögerungen!

Fast jeder hat schon einmal von den 5 W - Fragen gehört, die für einen Notruf wichtig sind. Man muss sich aber vor dem Anruf nicht erst lange überlegen ob man alle Informationen zusammen hat sondern nur eine wichtige Sache beachten - nicht auflegen! Der Disponent in der Leitstelle fragt euch gezielt nach allem was er an Informationen benötigt und auch genau in der Reihenfolge wie er sie benötigt. Schon während Ihr telefoniert werden die ersten Einsatzkräfte alarmiert. Ihr bleibt solange am Telefon bis die Leitstelle das Gespräch beendet. Die Mitarbeiter sind so geschult, dass Sie euch in bestimmten Situationen auch Schritt für Schritt am Telefon anleiten können. Zum Beispiel bei einer Herz - Lungen Reanimation oder in der Durchführung der "stabilen Seitenlage". Im ersten Fall hält der Leitstellenmitarbeiter dann den Notruf aufrecht und trennt diesen erst bei Eintreffen der ersten Rettungskräfte.

Ab und zu kommt es vor, dass alle Notrufleitungen in der Leitstelle besetzt sind. Dies passiert zum Beispiel bei Unwetterlagen oder Ereignissen mit vielen Betroffenen. Hier ertönt aber kein "besetzt"-Zeichen, sondern eine Ansage, dass man bitte warten möge. Beendet in diesem Fall nicht den Anruf sondern bleibt in der Warteschleife, da ihr sonst immer wieder am Ende der Warteschlange hängt. 

Durch das Absetzen eines Notrufs können einem keine Kosten entstehen, auch wenn es sich im Nachhinein als Fehlalarm entpuppt. Die Devise lautet, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig anrufen. Wer jedoch böswilligen den Notruf missbraucht begeht eine Straftat und muss für die Kosten der eingesetzten Einsatzkräfte und -mittel aufkommen. Auch droht hier eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine erhebliche Geldstrafe. (Strafgesetzbuch § 145 - Missbrauch von Notruf und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln). 

Bei Notfällen oder anderen Ereignissen, bitte nicht bei Bekannten aus der Feuerwehr anrufen, sondern direkt die 112 wählen. Die Kameraden der Feuerwehr haben keine Möglichkeit, sich untereinander zu alarmieren und müssten erst selbst den Notruf wählen.

Die Leitstelle nimmt auch Notrufe per Fax (0 29 21/38 000 99) entgegen, zum Beispiel von hörgeschädigten oder sprachgestörten Mitmenschen.

Zur Unterstützung haben wir hier ein Notfallfax bereitgestellt.