Großübung am zukünftigen Gerätehaus
In wenigen Tagen soll der Abriss des ehemaligen Seniorenheims „Haus Gröblinghoff“ beginnen. Es wird Platz gemacht für das neue, moderne Gerätehaus für die Löschgruppe Mülheim/Sichtigvor. Am Samstag wurde die Immobilie aber für eine große Übung noch einmal zum Leben erweckt. Über 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK wurden am Samstag um 15 Uhr in die Jahnstraße alarmiert. Dafür gab es extra eine „Übungsalarmierung“ über die Alarmapp „ALAMOS“. Angenommen wurde zunächst eine Alarmierung zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage, was bei der Feuerwehr zum Alltag gehört. Bei der Erkundung stellten die ersten Kräfte aber bereits fest, dass eine große Zahl an Rauchmeldern ausgelöst hatte, was in der Regel ein starkes Indiz für einen echten Brand ist. Wie bei einem echten Einsatz wurde dann das Alarmstichwort erhöht und weitere Kräfte nachalarmiert. Zahlreiche Fahrzeuge aus dem ganzen Möhnetal rückten an, denn in der angenommenen Lage wurden in dem verrauchten Gebäude noch 11 Personen vermisst. Die ersten Personen wurden mit der Drehleiter vom Dach bzw. einem Balkon gerettet. Währenddessen gingen gleich mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor, um nach weiteren vermissten Personen zu suchen. Das gestaltete sich durch die größere und verwinkelte Bauweise von dem alten Haus deutlich schwerer als gedacht. Nach und nach konnten weitere Patienten nach draußen gebracht werden, wo sie durch das DRK gesichtet und behandelt wurden. Mehrere 100 m Schlauchleitung wurden alleine im Gebäude verlegt, dazu kam noch eine Wasserversorgung, die von der Möhne bis zum Gebäude aufgebaut wurde.